Schwingklub Wattenwil

Aus der Geschichte des Vereins

Schwingklub Wattenwil

Aus der Geschichte des Vereins

bild

Hans Wildi und Gottfried Aeschbacher gaben im Jahr 1905 die Initiative zur Gründung vom Schwingklub Wattenwil. Bald hatten die Gründer eine grosse Anhängerschaft, so das innert kurzer Zeit ein recht starker Schwingklub entstand. Schon im Sommer 1905 wurden verschiedene schwingerische Anlässe durchgeführt. Im Frühling 1907 kaufte der erste Sekretär, Gottfried Trachsel, ein Protokollbuch. So wurden fortan die Sitzungen mit einer kurzen Eintragung protokolliert. 

Zu Beginn musste der Klub im Freien trainieren, da ihm kein Lokal zur Verfügung stand. Erst später konnte der Tanzsaal zum Bären, dann der Tell-Saal benutzt werden. Kollisionen mit Veranstaltungen und anderen Schwierigkeiten liessen aber nach wie vor kein geregeltes Üben zu. Das Ausweichen in den Keller eines alten Käsespeichers brachte keine Besserung. Erst der Einzug im Jahre 1955 in das Hagen-Schulhaus erlaubte nunmehr einen gefreuten Übungsbetrieb.

Trotz aller Widerwärtigkeiten gewannen Klubmitglieder immer wieder Kränze. Jakob Portner gelang es 1926 sogar den Eidgenössischen Kranz zur erringen.

Bereits vor der Gründung vom Schwingklub Wattenwil hatten ein paar Buben aus der Sekundar- und Primarschule einen Schwingklub gebildet. So musste vor jeder Turnstunde beim Sekundarlehrer Zbinden geschwungen werden. Da sie bisher nur Nastücher oder Lederriemen um das eine Bein gebunden hatten wurden ab und zu ein paar Hosen zerrissen, was zuhause meist nicht ungestraft blieb. So wollten sie irgendwie Schwingerhosen kaufen. 

Ein paar Buben wurden deshalb eines Sonntags rätig, in den Oelibach zu gehen um dort Fische zu fangen und diese dann zu verkaufen. Mit diesen Fischen gingen sie zu Walter Trachsel, der ihnen die Beute für einige Franken auch abkaufte nachdem sie ihm gesagt hatten für welchen Zweck das Geld bestimmt sei. Am gleichen Abend gingen sie mit diesem Geld zu Schneidermeister Kummli und bestellen zwei Paar Schwingerhosen. Diese wurden dann noch einige Jahre vom neu gegründeten Schwingklub Wattenwil benutzt.

Vereinsgeschichte

Zwischen 1960 und 1996 konnte der Schwingklub Wattenwil rund 110 Gauverbands-, Kantonal- und Bergkränze feiern. Danach folgte aber eine lange Durststrecke. Erst im Jahr 2011 konnte Wälchli Roger am Mittelländischen Schwingfest in Zollikofen seinen ersten Kranz feiern. Mit den jüngsten Kranzgewinnen von Reust Markus, Berger Ueli, Kneubühl Christian und Joss David kann der Schwingklub Wattenwil wieder in eine erfolgsversprechende Zukunft blicken. 

Bereits fünfmal (1925, 1961, 1980, 1996 und 2005) war Wattenwil Austragungsort für das Mittelländische Verbandsfest. Im 2005 wurde gleichzeitig das 100 jährige Klubbestehen gefeiert. Im weiteren führte der Schwingklub Wattenwil von 1980 bis 2012 am Auffahrtstag das Wanderpreisschwingen durch. Mit zuletzt nur noch 21 startenden Aktivschwingern wurde ein weiterführen dieses Anlasses leider unmöglich. 

Nach einem erfolgreichen Bernisch Kantonalen Nachwuchsschwingertag (2013) und Mittelländischen Nachwuchsschwingertag (2014) auf dem Hagenareal in Wattenwil entschied der Vorstand, das traditionelle Bergbuebeschwinget Gurnigel am Auffahrtstag nach Wattenwil zu zügeln. So endstand das heutige Auffahrtsbuebeschwinget Wattenwil.

Besonderes

Beim Aufarbeiten der alten Protokolle wurde ersichtlich, dass der Schwingklub Wattenwil seit der Geburtsstunde auf der Suche nach einem geeigneten Schwingkeller ist. Die teils misslichen Übungsverhältnisse hielten den Schwingklub nie auf, weiter an die Zukunft zu glauben!

 

Das wöchentliche Training der Jungschwinger findet am Donnerstag statt. Das Mitmachen an diversen Ferienpass- und Schulaktivitäten sowie dem Eidgenössischen Schnuppertag soll interessierte Buben für den Schwingsport begeistern.

Das Auffahrtsbuebeschwinget in Wattenwil ist eine zusätzliche Motivationsspritze für unsere Heimschwinger.

Das jährliche Bettagsbrätlen soll den Zusammenhalt stärken.

Unsere drei wichtigsten Punkte im Jahresprogramm sind anfangs Jahr die Hauptversammlung, im Mai das Auffahrtsbuebeschwinget beim Hagenschulhaus in Wattenwil sowie im September das Bettagsbrätlen auf der Staffelalp. 

Zirka alle drei Jahre Organisiert der Vorstand eine Schwingerreise bei der das Leibliche Wohl nicht zu kurz kommen darf.

Der Motor für die Zukunft vom Schwingklub Wattenwil sind die Jungschwinger. Mit motivierten Jungschwingern kommt auch Schwung ins Training der Aktivschwinger.

Die Vorstandsmitglieder sind bemüht den Schwingklub zeitgemäss und innovativ zu führen.

Trotzdem soll das traditionelle ältere Wissen nicht verloren gehen.